Rund um Einsiedel

Stadt Stuttgart

Mit 600.000 Einwohnern ist Stuttgart die größte Stadt Baden-Württembergs und gleichzeitig die Landeshauptstadt. Die sechstgrößte Stadt der Bundesrepublik zählt zu den einkommensstärksten und wirtschaftlich bedeutendsten Städten in Deutschland und ganz Europa. Gleichzeitig ist die Metropolregion rund um Stuttgart eine der dicht­besiedelsten Regionen in Deutschland. Ein internationaler Flughafen und einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Deutschlands machen Stuttgart zu einem internationalen Dreh- und Angelpunkt.
Das Stuttgarter Stadtbild ist geprägt durch viele Anhöhen und Täler. Ein vergleichsweise warmes und durch die Lage im breiten Stuttgarter Talkessel begünstigtes, schwüles Klima ermöglicht den Weinbau auf den Hängen der Stadt. Insgesamt sind gut 400 ha der Stadtfläche mit Wein­reben bestockt, was Stuttgart zu einer der größten Weinbaugemeinden Deutschlands macht.

Stuttgart gilt als Geburtsstadt des Automobils und bildet mit den hier angesiedelten Museen von Mercedes Benz und Porsche einen Besuchermagnet für Automobilfreunde aus aller Welt. Mit attraktiven Galerien, Museen und einer ausgezeichneten Oper kommen aber auch Kulturfans ganz auf ihre Kosten. Durch den Schlossgarten, den Rosensteinpark sowie den zoologisch-botanischen Garten Wilhelma verfügt der Stadtkern über weitläufige Grünflächen, die zum Verweilen einladen. Zudem wird Stuttgart von der Lebensader Baden-Württembergs, dem Neckar, durchflossen. Auch Kulinarikfans und Freunde edler Weine kommen hier ganz auf ihre Kosten. Die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Schwäbische Küche bietet eine Fülle an Köstlichkeiten, die zusammen mit den in den vielzähligen Weinbaugebieten erzeugten, exzellenten Weinen genossen werden können.


Stadt Tübingen

Die Universitätsstadt Tübingen ist zweifellos eine der schönsten Städte Deutschlands. Mit rund 86.500 Einwohnern, von denen rund ein Drittel Studenten sind, verbindet die Stadt das Flair einer mittelalterlichen Altstadt inklusive markantem Marktplatz mit der bunten Betriebsamkeit und dem Lebensgefühl einer jungen Studentenstadt. Tübingen liegt ca. 30 km südlich von Stuttgart zentral im Neckartal zwischen Schwäbischer Alb und dem Schwarzwald. Die Lage ist dabei so zentral, dass sich der geografische Mittelpunkt des Bundeslandes in einem Wäldchen im Tübinger Stadtgebiet befindet. Besonders im Sommer strahlt die Stadt mit ihrer malerischen Neckarfront und den auf dem Neckar verkehrenden Stocherkähnen mediterranes Flair aus. Eine der bekanntesten und prägnantesten Sehenswürdigkeiten Tübingens ist der Hölderlinturm hinter dessen reizvollen Fassade ein Museum Einblicke in das Leben des Lyrikers gewährt, der nach seinem Studium in die Stadt zurückkehrte und hier seinen Lebensabend verbrachte.


Stadt Reutlingen

Die Großstadt Reutlingen liegt 12 km östlich von Tübingen und 31 km südlich von Stuttgart. Sie zählt rund 110.000 Einwohner und ist Kreisstadt des Landkreises Reutlingen. Malerisch eingebettet zwischen den Erhebungen Achalm und Georgenberg wird Reutlingen mit seiner Lage direkt am Fuße der Schwäbischen Alb auch als „Tor zur Schwäbischen Alb“ bezeichnet.
Die Stadt hat es sogar ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft – mit einer nur 31 cm breiten und der damit schmalsten Straße der Welt. Das älteste und wichtigste Gewerbe in Reutlingen war das der Gerber. Bis ins 19. Jahrhundert waren Leder- und Textilwaren die Exportschlager der Stadt.
Mit Studiengängen der Bereiche Textil & Design erhält die Hochschule Reutlingen diese Tradition bis heute aufrecht.

Burg Hohenzollern

Mit seinen markanten Türmen ist die Anlage der Burg Hohenzollern schon von weitem ein außergewöhnlicher Blickfang. Die Stammburg des Fürstengeschlechts und ehemals regierenden preußischen Königs- und deutschen Kaiserhauses Hohenzollern thront am Rande der Schwäbischen Alb auf einem 855 Meter hohen Bergkegel. Ihre imposante Gestalt erhielt die Burg um 1850, als die zuvor zerstörte Burg im neugotischen Stil wieder aufgebaut wurde. Das Bauwerk, das fast die gesamte Bergkuppe bedeckt, besteht hauptsächlich aus den vier Bauelementen: Befestigungsanlagen, Schlossgebäude, Kapellen und Burggarten. Nach dem Wiederaufbau war die Burg niemals für längere Zeit bewohnt und wurde ausschließlich für repräsentative Zwecke genutzt. Seit 1952 wurde die Burg, die sich nach wie vor im Privatbesitz befindet, zusätzlich mit Kunstgegenständen und Erinnerungsstücken zur preusischen Geschichte ausgestattet.


Haupt- und Landesgestüt Marbach

Mitten im UNESCO-Biosphärengebiet Schwäbische Alb liegt das baden-württembergische Haupt- und Landesgestüt Marbach, das mit seiner über 500-jährigen Geschichte das älteste Staatsgestüt Deutschlands darstellt. Zu den ersten hier eingestellten Pferden zählten Tiere, die vom Hofgestüt Einsiedel – dem Austragungsort der 65. Weltpflügermeisterschaft – stammten. Heute ist das Gestüt der bundesweit größte Ausbildungs­betrieb für den Beruf des Pferdewirts und gleichzeitig eine wichtige Anlaufstelle für Pferdezüchter und Reitsportler. Zu einer der größten Attraktionen des vor allem für seine Araberzucht bekannten Gestüts zählt die an zwei Wochenenden im September bzw. Oktober statt findende Hengstparade, bei der Hengste und Stuten verschiedenster Rassen präsentiert werden. Insgesamt stehen in Marbach ca. 520 bis 600 Pferde.


Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Unweit des Hofguts Einsiedel liegt rund 50 km südöstlich von Stuttgart das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Als Schichtstufe im Südwest­deutschen Schichtstufenland gelegen, verfügt die Schwäbische Alb über eine beeindruckende Vielfalt an Natursehenswürdigkeiten, über Jahrhunderte ausgebildete, traditionelle Kulturlandschaften und geologische Attraktionen. Seit 2009 sind 85.270 Hektar der mittleren Schwäbischen Alb als Biosphärengebiet durch die UNESCO anerkannt. Besonderheiten der Gebietskulisse sind der steil aufsteigende Albtrauf mit den Hang- und Schluchtwäldern, weitläufige Streuobstbestände sowie die Wacholderheiden, die größtenteils von Schafen beweidet werden.
Seinen Besuchern hat das Biosphärengebiet viel zu bieten: begehbare und teilweise mit dem Boot befahrbare Höhlen, Schlösser, Burgen und Ruinen bis hin zu einer vielfältigen Agrarwirtschaft mit Produkten wie Mozzarella von Albbüffel-Herden und Wacholder Whisky. Ein zentraler Bestandteil des Gebiets ist der ehemalige Truppenübungs­platz Gutsbezirk Münsingen, der 2005 von der Bundeswehr aufgegeben wurde und seitdem seltenen Tieren und Pflanzen Heimat bietet. Entlang der markierten Fußwege können Besucher die artenreichen Kalk(halb-)trockenrasen bestaunen. Neben dem Hauptinformations­zentrum im alten Lager in Münsingen bieten vielzählige Infozentren und Freilichtmuseen Einblicke in die Geschichte und die Lebenswelt der Schwäbischen Alb.

Bodensee am Dreiländereck

Rund 540 Quadratkilometer ist es groß – das schwäbische Meer. Bei reichhaltigem Kultur-, Sport-, Wellness-, Natur- und Kulinarikangebot lässt es sich hier mindestens so gut entspannen wie an anderen Weltmeeren. Der See bietet seinen Anrainern warme Sommer und relativ milde Winter, was ihn schon seit mehr als 7000 Jahren zu einem attraktiven Siedlungsplatz macht. Einige der Hauptattraktionen sind die Blumeninsel Mainau, die als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnete Insel Reichenau und die historischen Pfahlbauten bei Unteruhldingen. Mit der Basilika Birnau, dem Zeppelinmuseum, dem Hermann-Hesse-Haus und dem nahe gelegenen Pfänder ließe sich die Reihe der Sehenswürdigkeiten noch weiterführen.
Entstanden ist der See in seiner heutigen Form vor etwa 10.000 bis 14.000 Jahre durch die Auswirkungen der letzten Eiszeit. Mit dem Rückzug der letzten Eismassen am Ende der Würm-Eiszeit konnte sich das durch frühere Gletschervorstöße des Rheingletschers vorgeformte Bodensee-Becken mit Wasser füllen. Der Rhein ist bis heute der wichtigste Zufluss des Bodensees, der ihn von Osten bei Bregenz nach Westen bei Stein am Rhein durchfließt. An seinen tiefsten Stellen misst der See 254 Meter.
Neben seiner Funktion als Trinkwasserreservoir kommt ihm eine immense Bedeutung als Rast- und Brutgebiet vielzähliger Vogelarten zu. Das milde Bodenseeklima hat die Entwicklung des Sonderkulturanbaus begünstigt, der mit Obst-, Wein- und Gemüsebau vor allem auf den Inseln Mainau und Reichenau betrieben wird.